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Sevilla

Sevilla, Hauptstadt Andalusiens und viertgrößte Stadt Spaniens, liegt in einer weiten Ebene am Unterlauf des Rio Guadalquivir, knappe hundert Kilometer vor dessen Mündung in den Atlantischen Ozean. Ein lebhaftes Temperament, das die gesamte Stadt ausstrahlt, fällt jedem Besucher sofort ins Auge. Die Geschichte Sevillas verlief zunächst ähnlich wie die aller andalusischen Städte. Iberer, Römer, Westgoten und Mauren trugen zum Aufstieg der Stadt bei und hinterließen eine einzigartige Stadtarchitektur.

Die unterschiedlichen Charakter der einzelnen Stadtvierteil fügen sich zu einem interessanten Gesamtbild zusammen. Im Zentrum befindet sich die Kathedrale von Sevilla sowie der Palast Alcazar im maurischen Stil, eine Attraktion des bekannten Viertels La Macarena ist der Park Alameda de Hercules und im früheren Handwerkerviertel Triana liegt die Santa-Ana- Kirche, deren Entstehung auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Ebenfalls aus diesem Jahrhundert stammt der Torre del Oro. In dem beeindruckenden Turm befindet sich ein Schifffahrtsmuseum, dessen Besuch sich eindeutig lohnt.

Generell sind Kunstliebhaber in Sevilla gut aufgehoben. Zahlreiche Museen wie das Kunstmuseum, das über eine beachtliche Anzahl an Werken spanischer Malerei verfügt oder auch das Volkskunstmuseum, in dem die schönsten Stücke aus den verschiedenen Kunsthandwerksrichtungen zu bewundern sind, hinterlassen beim Besucher bleibende Eindrücke. Aber auch Nachtschwärmer kommen in Sevilla auf ihre Kosten. So gibt es im Viertel Santa Cruz zahlreiche traditionelle Bars, in denen Touristen zusammen mit den Einheimischen einen typischen Abend in Sevilla verbringen können. Im Parque de Maria Luisa finden sich etliche Tanzcafes, die auch das Publikum mittleren Alters begeistern, wogegen im Stadtzentrum eher die Diskotheken angesiedelt sind, in denen Jugendliche die Nacht zum Tag machen.